Emoji will Frühstück selbst erlegen

Die letzten beiden Rüden sind in die weite Welt gezogen. Elvis wurde von Anca und Pauline abgeholt und wohnt jetzt in Brandenburg an der Havel. Er darf ein Häuschen sein eigen nennen, hat es sich schon gemütlich eingerichtet mit seinem Kuscheltier und einem Ball.

Er schrieb seinen Brüdern, dass es in Brandenburg die größten Knüppel von der Welt gibt.

Hier begrüßt er seinen neuen WG-Mitbewohner Fritz.

Easy durfte noch ein bisschen länger bleiben. Am Samstag war es so weit – Nina und Simon holten ihn ab.

Wir machten einen langen Spaziergang zusammen, damit er müde für die Fahrt wird, dann verabschiedeten wir uns alle von ihm – Dascha stieg wie immer kurz ins Auto, um ihrem Sohn noch letzte Benimmregeln ins Ohr zu flüstern.

Easy fuhr bis nach Deggendorf, wo er ein Haus mit Riesengarten bewachen darf und sogar eigene Schafe bekommen soll. Aber vorerst muss er sich den beiden bayerischen Katzen vorstellen („Griaß eahna“ und „Hawedehre“ haben wir ausgiebig geübt). Die beiden schmieden schon kampfeslustig Pläne, wie sie sich des preußischen Eindringlings entledigen können.

Die fast sechsstündige Fahrt war entspannt. Am nächsten Morgen schlief er bis um acht, weil ihn sein nerviges Schwesterchen endlich nicht mehr wecken konnte.

In der neuen Heimat liegt noch Schnee.

Eliot – unser kleiner Überflieger – bringt schon sein Bällchen zu Kaddy und wartet, bis sie ihn ruft.

Er wartet morgens, bis Kaddy und Julian aufgewacht sind, erst dann begrüßt er sie stürmisch und überglücklich.

Emoji fehlen ihre Brüder. Niemand tobt mehr mit ihr über den Balkon, niemand ist da, auf den sie sich mit Kriegsgebrüll stürzen kann und der Quark schmeckt auch nicht mehr so gut, wenn nicht zwei andere Schnäuzchen neben ihr im Näpfchen schlabbern, aber Dascha spielt ausgiebig mit ihr und sie darf endlich das ganze Haus und alle Ecken des Gartens erkunden.

Endlich habe ich die Couch auf dem Balkon erobert.

Sie schläft nun mit Mama und Oma bei uns im Schlafzimmer. Beim Morgenspaziergang hatte sie die Idee, einen Radfahrer zu jagen.

Wenn die humorlosen Menschen sie nicht gebremst hätten, hätte sie ihn erlegt und zum Frühstück filetiert.

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