Emojis geplatzter Karrieretraum

Eins der größten Ereignisse für Züchter ist die Wurfabnahme. Man ist so stolz auf seine kleinen Racker: Vor 9 Wochen waren sie kleine hilflose Bündel und heute kommen sie zu mir gerannt, wenn ich sie rufe … oder halt zu jemand anderem …

Sie wissen, dass es beim Frühstück ein Stückchen Wurst oder Käse gibt (sorry Anca und Elena, ein paar schlechte Manieren gehören zu Krambambulis‘ Welpenerziehung) und können alle „Sitz“. Sie wissen, dass sie eigentlich draußen pullern sollen oder zumindest auf die Windelpads, was hervorragend klappt – der Kopf ist über dem Pad, aber das Hinterteil genau daneben.

Zu unserer E-chen-Wurfabnahme kam Katja Möwius, die Vorsitzende des Puliklubs aus dem Münsterland nach Berlin. Sie hat es sich nicht nehmen lassen, unseren Wurf selbst zu bewundern, obwohl sie selbst gerade einen Wurf hat.

Katja nahm einen nach dem anderen zu sich auf den Tisch und untersuchte ihre Ohren, ihre Schnäuzchen, die Zähnchen, die Hautfarbe, die Rutenhaltung – die Schwänzchen sind alle super auf dem Rücken gekringelt – und ihr Verhalten.

Sie war begeistert davon, wie familiär die Welpen mit uns zusammenleben und von den kleinen Pulipersönlichkeiten, die sie stürmisch begrüßten.

Im Verhalten der fünf sind schon deutliche Unterschiede zu erkennen, aber jeder für sich hat ein eigenes wundervolles Wesen.

Sie wickelten Katja gekonnt um ihre Pfötchen – Emilio wühlte in ihrer Tasche – da waren doch die Leckerlis drin, Elvis knutschte sie zu Boden, Eliot präsentierte sich in 1A-Ausstellungshaltung mit Traummaßen und geringeltem Schwänzchen und Easy schnappte sich die Tüte mit den Leckerlis und verschwand damit – er bekam dafür das Prädikat „verspielt und selbstbewusst“.

Emilio präsentierte stolz sein Gewicht und demonstrierte, wie gelassen er ist, indem er gleich auf der Waage liegen blieb.

Anschließend versuchte er, Elvis‘ Gewicht ein bisschen aufzupimpen. Leider bemerkte Katja den Betrugsversuch.

Emoji musste sich ärgern, weil angeblich alle außer ihr Hoden haben. Wieder und wieder ließ sie Katja tasten, aber die konnte einfach keine finden. Tja, dann wird’s wohl nichts mit der Karriere als Deckrüde…..

Wir hatten eine Menge Spaß alle miteinander, haben aber auch fundierte Tipps von Katja bekommen.

Wir hoffen, dass der eine oder andere der kleinen Racker eines Tages selbst Papa oder Mama süßer kleiner Pulis wird und Fritzi sich über Urenkelchen freuen kann.

Die Babys sind gerade in ihrer „spooky period“, das heißt, sie sind schreckhafter als früher, aufgeregt wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen, wenn es klingelt, und sie sind alle hinter der Couch verschwunden, wenn mal was runterfällt.

Wir fassen sie ein bisschen mit Samthandschuhen an, um sie nicht noch mehr zu verunsichern. Diese Phase kommt noch ein paarmal in ihrem Leben: in der 16. Woche, im 9. Monat und mit 15 und mit 26 Monaten. In dieser Zeit sollten sie nicht allzu viel Aufregung bekommen.

Dascha spielt inzwischen wild mit ihren Kindern. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere leidensfähigen Nachbarn.

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