Chefallüren im Hochsicherheitstrakt

Die Babys haben sich Freigang erkämpft und dürfen ab und zu ihre Welpenkiste verlassen. Wohnzimmer und Balkon gleichen einem Hochsicherheitstrakt – Kabel, Pflanzen, Treppengeländer und Balkonbrüstung sind abgesperrt. Fritzi und Dascha fragen ratlos, warum es plötzlich überall Zäune und Türchen gibt.  

Wir haben ihnen ein Laken auf die Fliesen gelegt, sonst machen die Hinterbeinchen gnadenlos die Grätsche, was das Laufen ungemein erschwert. Ganz langsam lernen sie aber auch das Laufen auf glatten Oberflächen. 

Sie toben miteinander, raufen sich zu Boden und knurren wie Mini-Rottweiler dabei. 

Am Wochenende waren unsere Enkel aus Augsburg, Josephin und Nikola, da und hätten am liebsten in der Welpenkiste geschlafen, so begeistert waren sie von den Babys. Sie können die Welpen auch ohne Halsband sicherer benennen als wir. Josephin hatte fast die ganze Zeit Emoji im Arm und die Kleine hat selig an ihrem Finger genuckelt und geschlafen.  

Emoji wird entweder bei uns bleiben – die Enkel arbeiten hartnäckig daran, mich zu überzeugen. „Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitte Oma, du kannst sie doch nicht einfach weggeben!!!“ – oder sie kommt zu Bellissima aus unserem B-Wurf und zu Uschi und Norbert. Die Entscheidung hängt aber nicht von der Oma der Enkel, sondern von der Oma der Welpen Fritzi ab. Sie wird morgen 13 Jahre alt und wir überlegen, ob wir ihr so einen kleinen Wildfang zumuten können. Bisher ist sie not amused über die kleinen aufdringlichen Tiere. Am liebsten würde sie die Babys in Weihnachtspapier wickeln und alle zu Uschi schicken. 

Emilios neue Eltern Andrej und Elena haben uns besucht. Sie hatten schon einen Puli, als sie noch in Kasachstan gelebt haben und sind der Meinung (wie wir), es gibt keine Hunderasse, die so empathisch und so intelligent ist wie der Puli.  

Emilio ist der selbsternannte Chef unseres Minirudels. Er wurde als erster geboren, ist der Kräftigste der fünf und hat als erster seine Äuglein geöffnet. Wenn alle schlafen, fiept er herzzerreißend, er behauptet, als Ältester der Bande darf er schon mit uns ein Bierchen trinken und den Tatort gucken.

Er tut immer sehr geschäftig und nimmt seine Rolle als Wachtmeister ernst wie sein Namensgeber Emil.

Unsere Babys können jetzt hören. Wir beginnen, sie mit ihren Namen anzusprechen, damit sie wissen, dass sie gemeint sind, wenn ihre neuen Mamas und Papas mit ihnen reden. Elvis und Easy gucken uns ganz süß an, wenn wir ihren Namen sagen. Emilio und Eliot scheinen noch nicht so überzeugt von ihren Namen zu sein, sollten wir sie doch Einstein und Elton nennen? 

Sie haben Windelunterlagen im Ställchen, weil wir hoffen, sie so zur Sauberkeit zu erziehen.  Sie pullern aber hartnäckig ringsherum aufs Laken und kuscheln sich dann alle zusammen auf ihr „Klo“, weil es da so trocken und gemütlich ist. 

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