A little more bite and a little less bark (Elvis)

Am Wochenende bekamen unsere Welpen zum ersten Mal Besuch von ihren neuen Mamas und Papas. Samstag und Sonntag zum Frühstück kamen Nina und Simon, ein Pärchen aus Deggendorf.

Wir hatten vorher mit den Babys ein bisschen bayerisch geübt. „Griaß eich mitanand!“ und „Pfiat di!“ sprudelte schon ganz locker aus den Welpenschnäuzchen. Aber dann sprachen die beiden plötzlich astreines hochdeutsch und all unsere Bemühungen waren umsonst. Simon arbeitet in einer Behinderten-Wohngruppe, und hofft auf Puli-Hilfe bei seinem Job. Wir waren uns einig, da würde am besten einer unserer Ruhigen, Souveränen passen. Sie hatten sich Easy ausgesucht, er ist der Unkomplizierteste der kleinen Bande – er braucht nicht unbedingt den Geschwisterhaufen zum Schlafen, und die dickste Zitze überlässt er neidlos Emilio.

Easy kuschelte sich in Ninas Arm und genoss die Streicheleinheiten der beiden und summte leise passend zum Sonntagsfrühstück  I’m easy like Sunday morning.

Nina und Simon wohnen mitten im Wald und wir waren uns alle einig, Easy wird den lieben Gott und das Wildschwein im Bayerischen Wald einen guten Mann sein lassen und den Wildschweinbraten aus der Dose nehmen. 

Nina und Simon fiel es schwer, sich von ihrem Easy und seinen Geschwistern zu trennen, sie versprachen uns, bald wiederzukommen. Aber ich hörte am Ende von unserem kleinen Easy ein urbayerisches: „I mog eich sakrisch gern.“ 

Am Sonntagnachmittag kamen Anca, ihre Tochter Pauline und Schwiegersohn Fritz aus Brandenburg, um einen tiefenpsychologischen Blick (Pauline studiert Psychologie und Kriminalistik) auf unsere E-chen zu werfen. Dascha begrüßte alle Gäste freundlich und hatte nichts dagegen, dass sie in ihrer Welpenkiste saßen. 

Anca hatte sich ein bisschen in Elvis verguckt, weil sie in früher Jugend für Elvis Presley schwärmte (Sorry für das Outing, Anca, aber mal muss es raus). Die Liebe hielt, obwohl unser sonst so gesprächiger Elvis nicht eine Liedzeile für Anca herausbekam, irgendwie schien er zu sagen: A little less conversation – war’s die Aufregung, waren es die ersten Starallüren oder hatte er sich die Zeile aus seinem Lied „A little less bark“ zu Herzen genommen!? Wie auch immer, wir hatten das Gefühl, wenn jemand mit unserem kleinen Treibauf Elvis ein Herz und eine Seele werden kann, dann ist es Anca, mit kriminalistischer Unterstützung von Pauline (wer hat den Schinken geklaut…..?).

Am Sonntagabend waren wir jedenfalls froh, dass wir für unsere ersten beiden Babys die perfekten Mamas und Papas gefunden haben und auch zwischen uns Menschen die Chemie stimmt.  

Auch Emilio hat nette Interessenten gefunden, die ihn nächstes Wochenende besuchen kommen. 

Eliot wartet noch auf die richtigen Menschen, die er in sein kleines Puliherz schließen kann. Er ist lebhaft und verschmust. Die maskenfalben Pulis sind eine Wundertüte, sie verändern ihre Fellfarbe mehrmals, bis sie erwachsen sind, sind aber in jeder Phase wunderschön. 

Die Welpen haben ihre erste Wurmtablette bekommen. Sie bemühten sich mit allen Tricks, das zu verhindern. Eliot schob sie direkt wieder mit der Zunge raus, Emoji behielt sie so lange in der Backentasche bis sie dachte, wir hätten sie vergessen, nur Emilio gelang es, sie aufs Laken zu kleben, aber wir kennen all die Tricks und am Ende machten wir allen Würmchen den Garaus. 

Heute steht wieder Kinder-Ramba-Zamba auf dem Stundenplan.

Noch dürfen die kleinen Racker wie im Video beißen, wie Elvis singt, aber bald kommen die ersten Zähnchen, dann trainieren wir auch die Beißhemmung. Ja, ein Welpenleben ist kein Ponyhof. 

2 Antworten zu “A little more bite and a little less bark (Elvis)”

  1. Nina und Simon Says:

    Schön, dass er uns auch so gerne mag :). Wir vermissen ihn auch schon sakrisch, und können es kaum erwarten ihn wieder zu sehen!

    • Ja, er übt immer noch die Bayerische Konversation: Oachibär, Oachkatzlschwoaf. Man will sich ja nicht blamieren im Bayerischen Wald…..

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