Cha Cha Cha im Welpenhaus

Die Welpen rasen jetzt wie eine Affenhorde durch ihr Ställchen – kaum zu glauben, dass sie vor anderthalb Wochen noch gar nicht laufen konnten. Fly dreht manchmal urplötzlich um und rennt zurück, als wollte sie sagen „Verdammt, ich hab mein Handy vergessen …“.

Marley ist ein Charmebolzen – er versucht zu knurren – aber es klingt mehr wie ein zärtliches Gurren.

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Er bellt, aber so viel sanfter als  Dascha. Er klettert mir auf den Schoß und liegt genießerisch auf meinem Arm. Dascha dagegen ist eine Energiebombe – sie bittet nicht um Streicheleinheiten, sie fordert sie – sie quietscht und bellt und stürzt sich wie ein Berserker auf den ahnungslosen Marley. Der schüttelt sich kurz und beißt ihr in den Po.

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Dylan hat eine Namenserweiterung bekommen: Dylan, The Fancy Dancer.  Er hat mit seinem Bruder Benji zusammen eine eigene Facebook-Seite Benji und Dylan – die tanzenden Pulis. Noch hält er seine tänzerischen Fähigkeiten verborgen, aber Johanna hat ihn schon zu einem Dogdanceturnier angemeldet.  Begeistert gucken wir zusammen „Let’s dance“. Zwischen zwei Mahlzeiten übe ich mit ihm Wiener Walzer und Cha Cha Cha.

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Er  ist  der Entspannteste der vier. Wenn alles um ihn herum bellt und quiekt und rennt, liegt er mittendrin und pennt.

Fly ist immer noch die Zarteste  unseres Quartetts, aber bei Raufereien ist sie gern dabei, am liebsten mit dem dicken Dylan. Wenn sie in seiner Nähe ist, wedelt sie ganz aufgeregt mit dem Schwänzchen- eine der ganz süßen neuen Fähigkeiten.

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Von einigen allzu quirligen Mitbewohnern unseres Häuschens mussten wir uns trennen. Es waren die Würmchen, die die Welpen schon im Bauch von der Mama bekommen können. Die Kleinen schluckten brav ihre Tablettchen. Na ja, um der Wahrheit die Ehre zu geben: mit sanfter Unterstützung – wir hielten ihnen die Schnäuzchen zu.

In unserer Welpen-WG sieht es jetzt aus wie in der WG meines Sohnes, nein sogar schlimmer – bei Julian kackt normalerweise niemand auf den Fußboden. Früher managte Fritzi den gesamten Stoffwechsel der Kleinen. Alle Ausscheidungen passierten nur mit ihrer sanften Zungenmassage und wurden sofort und sauber entsorgt und wiederverwertet. Auch jetzt beseitigt sie noch alle Häufchen. Aber die Kleinen pullern schon richtig große Pfützen, sie zerwurschteln das Laken und meistens sieht es bei ihnen aus wie bei Hempels unterm Sofa.

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Wenn sie wach sind, laufen sie wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen durch ihr Ställchen.

Alle fiepen und bellen durcheinander,

sie raufen miteinander,

knutschen jeder mit jedem und wenn eine Ladung leckeres Essen ins Haus flattert, stürzen sich alle darauf und verschlingen es gleich im Stehen genau wie Julians Freunde in ihrer Küche. Morgens schlafen sie wie die Studenten lange, aber die Nachtaktivitäten sind in Julians WG deutlich ausgeprägter. Wenigstens gibt es in der Welpen-WG keine Veganer. Auch Demos gegen  Welpen-Käfighaltung haben wir noch nicht beobachtet, die kommen allerdings später.  Ich kann mich noch gut an spektakuläre Fluchten der C-chen aus dem Welpenhaus erinnern. 

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Fly ist von den vieren die Sanfteste, kratzt vorsichtig an meinem Bein, wenn sie hoch will.  Selbst wenn sie bellt, klingt es freundlich.

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