A Hund is scho

Ich sehe an den Leserzahlen, dass ihr mitfiebert, ob und wenn ja wer wann,wo und von wem gedeckt wurde. Also geben wir mal einen kleinen Zwischenbericht. Wir fangen mit dem „Vorspiel“ an:

Vor zwei Wochen hat unser Puliklub in Esslingen die Landesgruppe Süd gegründet. Wir trafen uns im Jägerhaus. Plötzlich saß dort Markus – das ist Lurkos Herrchen – und Lurko wartete im Auto. Das war eine Riesenüberraschung für uns, denn Markus ist gar nicht im Deutschen Puliklub. Danke Markus und danke Nathalie für die tolle Idee, denn endlich konnten wir sehen, ob Lurko wirklich so ein hübscher und liebenswerter Rüde ist, wie  ihn alle, die ihn kennen, beschreiben. Er hat uns nicht enttäuscht, hat wunderschönes dichtes Fell, wirkt freundlich, sanft und sicher und kann mit seinem Charme sowohl Puli- als auch Menschendamen leicht um „die Kralle  wickeln“.


Als Lurko aus dem Auto sprang, begrüßte er – ganz Gentleman – zunächst mich als Schwiegermutter und dann Mascha. Beide mochten sich sofort. Und nicht nur das: Lurko durfte Mascha ungestraft ausgiebig am Hinterteil schnüffeln. Dieses Privileg gesteht sie nur sehr wenigen Rüden zu.


Beim gemeinsamen Spaziergang liefen sie immer wieder zusammen durch den herbstlichen Wald und flüsterten sich einiges in ihre Schlappohren. Wir wissen leider nicht, was es war, nur dass Mascha ab und zu leicht errötete.


Vielleicht heckten sie aber auch schon das aus, was dann passierte:

Hier knüpfen wir an den letzten Artikel an: Mascha hat uns nämlich ein eindrucksvolles Beispiel für ihren Eigensinn geliefert, oder wie Liz (das ist die „Mama“ von Maschas Bruder Derci) im Kommentar schrieb „Pulis sind nicht stur oder eigensinnig sondern willensstark.“:

Geplant war, dass Fritzi etwa am 10.11. läufig und am 23.11. gedeckt wird. Maschas Läufigkeit war etwa zwei Wochen später zu erwarten. Unser Fritzchen sah aus und verhielt sich so, als ob sie schon etwas früher anfangen wollte. Auch die Rüden waren dieser Meinung und meldeten sich schon mal als Deck-Interessenten an, das ist ein untrügliches Zeichen.  Mascha aber fand das überhaupt nicht komisch und war betont unfreundlich bis giftig mit der kleinen „Schwester“ mit dem Ergebnis, dass Fritzi  nicht läufig wurde. Das gibt es leider wirklich, dass die Alpha-Hündinnen die Läufigkeit der anderen Rudeldamen stoppen. Dieses Spiel wiederholte sich noch einmal. Und nach ein paar Tagen … war Mascha läufig, fast zu Fritzis Termin, 12 Tage zu früh.

Das brave Fritzchen wartete zum Glück noch eine weitere Woche, denn schließlich können wir ja nicht nach Basel und Erfurt gleichzeitig fahren und zwei Deckrüden bei zwei läufigen Hündinnen bei uns zu Hause wäre auch gewagt, wenn man konkrete Paarungen möchte.

Und es scheint, dass es heute endlich auch der Alpha-Hündin recht ist, dass Fritzi läufig wird. Es sieht aus, als ob ihr dritter Anlauf gelingt.

Mascha wird sich also nächste Woche an Bouillabaisse, Chateaubriand, Canard a la Pansen und hoffentlich auch an Lurko delektieren.

Ca. eine Woche später wird Fritzi bei Thüringer Rostbratwurst,  Weimarer Zwiebelkuchen (natürlich ohne Zwiebeln),  Rebhuhnbraten  mit Thüringer Klößen und natürlich Leberwurstbrot in Leos braune Augen schauen.

Trotz zahlreicher Aussprachen im Familienrat hat uns das sture, nein willensstarke Mädel nicht das Motiv seines verwerflichen Tuns verraten. Vermuten könnte man, dass sie unsere Namensvorschläge mit „C“ nicht mochte und deshalb auf den B-Wurf vorrücken wollte. Aber was bitte kann man gegen „Krambambulis Carla Bruni“, „Carl Gustav der alte Schwede“ und „Cindy aus Marzahn“ haben? Ich weiß schon, dass sie mehr von Sportlernamen wie „Krambambulis Boris Becker“ und von mundartlichen Namen wie „Budzscha Mobb“ (so spricht der Sachse den Puli an („putziger Mopp“)) und „Krambambulis Bist du narrisch?!“ (das ruft sich so schön und in Bayern fühlt sich jeder angesprochen)  schwärmt – aber muss man dafür solch ein „Pulidurcheinander “ stiften?

Oder dachte sie gar, wenn sie auf Fritzis Termin vorrückt, kriegt sie den jungen und flinken Leo? War ihr Lurko doch zu vernünftig oder kam sie mit seinem ungarisch-französischen Akzent nicht klar?

Mascha schweigt eisern. Und obwohl sie als Puli  – wie man weiß – nicht wirklich ein Hund ist, gibt es in Bayern dafür den wunderbaren Ausruf:

A Hund is scho!

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4 Antworten to “A Hund is scho”

  1. ja a hund is scho

    eine feine lady wie mascha läßt sich nicht dirigieren.
    sie deligiert, verteilt termine und läßt sich die leckeren häppchen nicht entgehen. recht hat sie……..
    canard a la pansen…..ach du meine schnautze, das sind leckerein zum vorspiel……
    chateaubriand zum abgang……..aaaaaahhhhhhhhh zu schön.
    mäschen, rasier dich und genieße es 🙂

    wir schnüffeln uns demnächst

    deine emmi

  2. Hallo Claudia,

    zur Zeit bist du wohl ganz schön ausgelasstet mit deinen Hunden.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg.
    Wir sind leider mehr mit unseren Krankheiten als mit unseren Katzen ausgelasstet.
    Liebe Grüße an dich und Klaus.
    Kommt wieder gut nach Hause von eueren Hundefahrten.

    Gruß
    Irmi

  3. Nathalie Avar Says:

    Bin schon sehr gespannt auf Maschas Flitterwochen-Bericht

  4. Kerstin Spolka Says:

    Ich mich auch ganz besonders doll! Bin soooo aufgeregt!

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