Cane Bello und Budzscha Mobb sind zurück oder: Unser Urlaubsdesaster

Ich habe meine Familie in den Urlaub eingeladen nach Elba. Und dachte, wie wir Bayern so sagen „Wer zoid, schafft o“ (für Preußen: Derjenige, der bezahlt, bestimmt, was getan wird).

Aber Pustekuchen! Nix durfte ich anschaffen. Es fing schon auf der Fähre an, als ich für Fritzi und mich eine Möwe anschaffen wollte.

Ich hatte mir einen Verbündeten gesucht, weil Fritzi doch so ein Schisser ist.

Der fand die Möwe auch sehr appetitlich. Und gerade als wir losstürmen wollten, zieht mein humorloses Frauchen doch die Leine fest! Wie stand ich da vor meinem neuen Freund. Und die blöde Möwe hat auch noch gelacht!

In unserem Ferienhaus wartete schon Willi auf uns, der Hund unserer Vermieter. So einen süßen Typen habe ich noch nie gesehen. Aber mein Herrchen mochte ihn natürlich nicht. Und nur, weil er ein bisschen gesabbert und sich elegant auf unsere Couch gelegt hat.

Willi hat uns jeden Tag besucht und alle seine Freunde aus dem Dorf mitgebracht. Aber die durften nicht zu uns rein!

Die nächste Pleite: Das Wasser war total versalzen,

aber gleich an allen Stränden.

Außerdem haben diese aufdringlichen Italiener uns dauernd angefasst und fotografiert und „Cane bello, belissimo“ gerufen, was wohl hieß „gebt ihnen Fleisch, sonst bellen sie …“. Lästig!

Aber wir haben keine „Knorken um Rind“ und keine „Fleischschnitzer“ gekriegt.

Als meine Laune auf dem Tiefpunkt war, hat Frauchen uns auch noch alberne Haargummis reingemacht und sich selbst auch.

Mein Gott, war das peinlich. Barbi-Hund Fritzi liebt ja so was und hat sich bei Frauchen eingeschleimt.

Ich hab mir eine nette Oma, eine Nonna ausgesucht und gefragt, ob ich bei ihr bleiben darf.

Sie hätte mich behalten, aber ich musste wieder mit nach Hause, denn der Urlaubshorror war noch lange nicht zu Ende. Wir mussten noch nach Dresden. Na toll!

Hier fing alles so gut an: Ein schickes Hotel mit Couch und Küche zum Kochen. Ihr wisst ja „carne bello“. Aber wir haben kein „schönes Fleisch“ gekriegt sondern nur blödes Dosenfutter..

Aber so schön das Hotel auch war, es war langweilig: Kein Willi auf der Couch und auch sonst kein Hund. Und die hatten da ein Schild zum an die Tür hängen, damit die Putzfrau sich nicht erschreckt.

Doch nicht vor uns zwei braven Hundemädchen! Und was heißt bitte schön „Ich bin allein“? Ihr wollt uns doch nicht allen Ernstes allein hier im Zimmer lassen! Wir protestierten laut und heftig. Und bekamen einen Hundesitter, als Frauchen und Herrchen im „Silly“-Konzert waren. Das war die nette Tante  Kerbach von „Mary Poppins“. Bei ihr war es total gemütlich. Sie war mit uns spazieren und hat uns übersetzt, was die Dresdener Hunde uns zugebellt haben. Aber das soll ich hier nicht schreiben.

Die Putzfrau im Hotel haben wir auch noch getroffen. Die hatte gar keine Angst vor uns. Als sie Fritzi sah, rief sie „Ei forbibsch“ und zu mir: „So ä budzscha Mobb“. Da habe ich ihr meine ganze traurige Geschichte erzählt. Und was sagt sie?: „Du bist doch eechnsinnsch, Mascha.“ Sie schenkte uns ihr Leberwurstbrot und tröstete mich.“Jetzt dust dä Bämme neiwammsen und dust nich gnietsch’n.“

In Dresden war gerade ein Dixieland-Festival und ich wollte so gern mitspielen. Das Waschbrett hatte ich mir ausgesucht. Und wieder hat mich mein Frauchen zurückgezogen.

Dabei wäre das doch der Start in meine neue Karriere geworden. Hört mal, was die für ’ne coole Mucke machen:

Dann  nicht! Jage ich eben mit Fritzi Ballons auf den Elbwiesen. Und schon wieder lauerte der Anschiss, weil ein Mann dachte, er wäre gemeint.

Als ob wir Männer jagen würden … Und der Ballon war auch weg.

Aber das Allerfieseste kommt noch. Ich habe mir zu Hause einmal erlaubt, mal kurz auf den Tisch zu steigen, weil ich sonst ja nicht an die Roulade auf dem Teller gekommen wäre (Frauchen war gerade am Telefonieren). Da hättet ihr mal das Gezeter hören sollen. Und nun guckt selbst, was diese Sachsenvögel sich erlauben durften.

Und Frauchen fand es auch noch lustig, wie sie ihre Eierschecke aufgemampft haben.

Nee, wisst ihr, wenn ich noch mal Welpen krieg‘, behalte ich sie lieber. Ich brauche kein Geld mehr zum Verreisen. Oder ich kaufe mir eine Möwe und ein Waschbrett. Oder will einer von euch das nächste Mal mit mir in Urlaub fahren? Aber: Wer zoid, schafft o !!!Wenn ihr wollt, dann schreibt mir einen Kommentar. Auch gern zu den Welpengeschichten. Ich will euch doch  kennen lernen, bevor ich mit euch in den Urlaub fahre.

eure Mascha

3 Antworten to “Cane Bello und Budzscha Mobb sind zurück oder: Unser Urlaubsdesaster”

  1. Renate Schwalb Says:

    Hallo Mama,
    tut mir wirklich leid, dass du für dein Geld nicht mehr geboten bekommen hast.Aber mir geht´s auch nicht besser. Erst erzählen mir die Jungs die ganze Zeit vom Moosbauer(einem Campingplatz mit Pool und allem Pipapo inmitten einer riesigen Apfelplantage), schwärmen mir von den tollen Burgen in Südtirol vor und vom leckeren Essen und jetzt hat der Kleine dicke Mandeln. Das ganz große Frauchen hustet so rum, das ich keinen Schlaf mehr finde (hab schon gräßliche Augenringe, sieht man aber wegen meinen schwarzen Fell nicht. Gut, dass es mit dem weißen Puli nicht geklappt hat!!) und meine Bettgefährtin jammert auch schon über Kopfweh und Halskratzen. Außerdem verbraucht sie diese ganzen tollen, weißen, weichen Dinger, die man doch so gut zerrupfen kann.
    Auf jeden Fall wollten wir eigentlich morgen los, aber so wie´s aussieht, wird´s wohl erstmal nix. Naja vielleicht fahren wir ja ein bisserl später.
    Also Mami, nimm´s nicht so schwer. Du siehst dein Sohn hat´s auch nicht besser.
    Liebe Grüße dein Arpad Amun und natürlich der Anhang

    • Nathalie Avar Says:

      Arme Mascha
      Ich sag Dir was, am besten wanderst Du in die Schwez aus, hier hast
      Du ja auch Familie. In der Wiese kann man prima baden, gibt auch
      Sandstrände zum panieren, Enten, Fischreiher usw zum spielen.
      Die Krähen haben den Dreh voll raus, die vera… mich die ganze Zeit.
      Ausserdem kann ich Dir zeigen wie man mit den Haargummis klarkommt, irgendwie bekommt man die Dinger ab und dann verschwiinden sie aus Nimmerwiedersehn irgendwo in der Erde…
      Deine Cousine Csillag

  2. mirle Says:

    zum weinen schön………

    aber so ist das meine liebe, dahoam is dahoam.
    in dresden war ich ja auch schon.
    die elbe hätte mich schon sehr gereizt, aber meine chefs waren dagegen. ich glaube aus angst, dass ich in hamburg wieder raus komm.
    wenn ich mal wieder zum pansen knabbern komm, musst mir mehr erzählen.

    halt die locke steif…..bis bald

    deine emmi

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